Zum Inhalt springen
STTourismus, Boden, WohnenSüdtirol in Zahlen · Stand 2025
DEIT — noch nicht übersetztEN — noch nicht übersetzt

Die Analysen · 1 Auswertung · Stand 1995–2023

Beschäftigung und Wertschöpfung, 1995 bis 2023

Was erwirtschaftet der Tourismus je Arbeitsplatz?

Wertschöpfung je Beschäftigtem, gegen den Landesdurchschnitt

ISTAT Territorialrechnung · ISTAT Beschäftigung

Hundert heißt: Dieser Wirtschaftszweig erwirtschaftet je Beschäftigtem genau den Landesdurchschnitt. Darunter heißt: weniger Wertschöpfung je Kopf, also mehr Arbeit je Euro. Beide Figuren rechnen real — auf verketteten Volumen mit Referenzjahr 2020.

Relative Wertschöpfung je Beschäftigtem, 1995 gegen 2023

Anteil an der Wertschöpfung ÷ Anteil an der Beschäftigung × 100, real gerechnet. Offener Punkt: 1995. Voller Punkt: 2023.

berechnet
0100200300400Finanz- und VersicherungsdienstleistungenFinanz- und Versicherungsdienstleistungen+129Öffentliche Verwaltung und VerteidigungÖffentliche Verwaltung und Verteidigung+26Bergbau, Industrie, Energie, WasserBergbau, Industrie, Energie, Wasser+7Verkehr und LagereiVerkehr und Lagerei+27Freiberufliche, wissenschaftliche und technische DienstleistungenFreiberufliche, wissenschaftliche und technischeDienstleistungen38Information und KommunikationInformation und Kommunikation52BauBau+26HandelHandel9Beherbergung und GastronomieBeherbergung und Gastronomie9Land- und Forstwirtschaft, FischereiLand- und Forstwirtschaft, Fischerei+7Gesundheits- und SozialwesenGesundheits- und Sozialwesen+5Erziehung und UnterrichtErziehung und Unterricht34Sonstige wirtschaftliche DienstleistungenSonstige wirtschaftliche Dienstleistungen24Kunst, Unterhaltung und ErholungKunst, Unterhaltung und Erholung+5Sonstige DienstleistungenSonstige Dienstleistungen22Private Haushalte als ArbeitgeberPrivate Haushalte als Arbeitgeber15
  • «Grundstücks- und Wohnungswesen» liegt weit über allen anderen und ist kein Messfehler: Der Posten enthält die unterstellten Mieten selbstgenutzten Wohneigentums, denen keine Arbeit gegenübersteht. Er sagt über Produktivität im üblichen Sinn nichts und ist deshalb aus der Figur genommen; in der Wertetabelle steht er. Im Nenner «Landesdurchschnitt» steckt er weiterhin — ohne ihn läge der Tourismuszweig durchgehend höher.
  • Personen, keine Stunden. Teilzeit und Saisonverträge senken die Wertschöpfung je Person, ohne dass sie je Stunde niedriger sein muss — und für die Provinz führt die Reihe keine Stunden.
  • Höher ist nicht besser: Ein kapitalintensiver Zweig braucht je Euro weniger Arbeit, ein arbeitsintensiver mehr. Die Figur misst das Verhältnis, nicht die Güte.
Rechenweg

(reale Wertschöpfung des Zweigs ÷ reale Wertschöpfung insgesamt) ÷ (Beschäftigte des Zweigs ÷ Beschäftigte insgesamt) × 100

Eingangswerte
ISTAT, Conti economici territoriali (verkettete Volumen, Referenzjahr 2020) und Occupazione provinciale, Provinz Bozen, 1995 und 2023
Verfahren
Verkettete Volumen und nicht laufende Preise: Ein Vergleich zweier Jahre in laufenden Preisen enthält die Preisentwicklung, und die lief in diesem Zweig deutlich anders als im Landesmittel (Faktor 2,40 gegen 1,82 zwischen 1995 und 2023). Die Anteilszahlen im Befund darunter bleiben dagegen in laufenden Preisen — Anteile addieren sich nur dort auf hundert. Beide Reihen stammen aus derselben Gesamtrechnung, derselben Edition und derselben Zweiggliederung; das Beschaffungsskript bricht ab, wenn die Gliederungen auseinanderlaufen oder die Verkettung ihr Referenzjahr wechselt.
Werte als Tabelle
Relative Wertschöpfung je Beschäftigtem, 1995 gegen 2023, 1995 und 2023
Wirtschaftszweig19952023Veränderung
Grundstücks- und Wohnungswesen1.621 %1.549 %−72 Pkt.
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen204 %333 %+129 Pkt.
Öffentliche Verwaltung und Verteidigung108 %134 %+26 Pkt.
Bergbau, Industrie, Energie, Wasser115 %122 %+7 Pkt.
Verkehr und Lagerei81 %109 %+27 Pkt.
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen144 %107 %−38 Pkt.
Information und Kommunikation145 %93 %−52 Pkt.
Bau64 %89 %+26 Pkt.
Handel92 %83 %−9 Pkt.
Beherbergung und Gastronomie87 %78 %−9 Pkt.
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei62 %69 %+7 Pkt.
Gesundheits- und Sozialwesen64 %69 %+5 Pkt.
Erziehung und Unterricht99 %65 %−34 Pkt.
Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen81 %57 %−24 Pkt.
Kunst, Unterhaltung und Erholung50 %55 %+5 Pkt.
Sonstige Dienstleistungen74 %52 %−22 Pkt.
Private Haushalte als Arbeitgeber34 %19 %−15 Pkt.

QuelleISTAT Territorialrechnung · ISTAT Beschäftigung · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1995 und 2023

Der Weg zwischen den Endpunkten

Beherbergung und Gastronomie gegen den Landesdurchschnitt, Wertschöpfung je Beschäftigtem in laufenden Preisen, 1995 bis 2023. 100 % wäre der Durchschnitt.

berechnet
1995200020052010201520202023

Achse beginnt bei 70, nicht bei null.

← → Jahr für Jahr
  • Nicht monoton: Der Wert steigt bis um 2000, fällt bis 2010 und liegt seither weitgehend flach. Jede Aussage über «den Rückgang» hängt an der Wahl der beiden Jahre.
  • Ein niedrigerer Wert heißt nicht «schlechter»: Ein arbeitsintensiver Zweig braucht je Euro mehr Menschen. Und Stunden zählt die Reihe nicht.
Rechenweg

Wertschöpfung des Zweigs je Beschäftigtem ÷ Wertschöpfung des Landes je Beschäftigtem × 100, je Jahr, in laufenden Preisen

Eingangswerte
wertschoepfung-branchen.json, Block «jahre»; beschaeftigung-branchen.json, Maß «ps».
Verfahren
Laufende Preise, weil in einem Jahr zwei verschiedene Zweige verglichen werden. Verkettete Volumen bewerten jedes Jahr zu Preisen von 2020 und taugen dafür nicht — sie beantworten die Frage der Figur darunter.
Werte als Tabelle
Der Weg zwischen den Endpunkten, 1995–2023
JahrZweig gegen Landesdurchschnitt
199587 %
199689 %
199790 %
1998102 %
199994 %
200099 %
200190 %
200293 %
200395 %
200493 %
200590 %
200688 %

Weitere 17 Zeilen stehen im Datensatz. Alle Datensätze als CSV.

QuelleISTAT Territorialrechnung · ISTAT Beschäftigung · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1995–2023

Real, jede Reihe mit sich selbst verglichen

Wertschöpfung je Beschäftigtem, verkettete Volumen zu Preisen von 2020, 1995 = 100. Der Zweig fällt, das Land steigt.

berechnet
Beherbergung und Gastronomiealle Zweige zusammen1995 = 100
1995200020052010201520202023

Achse beginnt bei 60, nicht bei null.

← → Jahr für Jahr
  • Verkettete Volumen sind nicht additiv: Die Summe der Zweige trifft die Gesamtreihe nicht. Deshalb wird hier keine Reihe durch eine andere geteilt.
  • Beschäftigte, nicht Stunden. Ein Zweig, dessen Teilzeitanteil steigt, verliert hier auch dann, wenn die Leistung je Stunde gleich bleibt.
Rechenweg

(Volumen je Beschäftigtem im Jahr t) ÷ (Volumen je Beschäftigtem 1995) × 100, je Reihe getrennt

Eingangswerte
wertschoepfung-branchen.json, Block «volumen»; beschaeftigung-branchen.json, Maß «ps».
Verfahren
Verkettete Volumen vergleichen eine Größe mit sich selbst über die Zeit — genau das tut diese Figur. Weil keine Reihe durch eine andere geteilt wird, spielt es keine Rolle, dass verkettete Volumen sich nicht zur Gesamtsumme addieren.
Werte als Tabelle
Real, jede Reihe mit sich selbst verglichen, 1995–2023
JahrZweigalle Zweige
1995100100
1996102101
199710198
1998115102
199910199
2000107102
200195102
200295100
200397101
200495102
200591101
200689103

Weitere 17 Zeilen stehen im Datensatz. Alle Datensätze als CSV.

QuelleISTAT Territorialrechnung · ISTAT Beschäftigung · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1995–2023

Der Befund

Beherbergung und Gastronomie stellen 15,1 % der Beschäftigten und 11,8 % der Wertschöpfung — Anteile in laufenden Preisen, weil sich nur die auf hundert addieren.

Je Beschäftigtem sind das 78 % des Landesdurchschnitts. 1995 waren es 87 %. Der Zweig lag in beiden Jahren darunter und ist weiter zurückgefallen — um 9 Punkte über 28 Jahre.

Real ist mehr passiert als ein Zurückfallen. Die Wertschöpfung je Beschäftigtem ist in diesem Zweig zwischen 1995 und 2023 nicht langsamer gewachsen — sie ist gefallen, auf das 0,74-fache. Im Land zusammen stieg sie auf das 1,09-fache. Das sind −32 % relativ, und das ist die Zahl, für die verkettete Volumen gemacht sind.

Wie belastbar

Welche Bewertung wofür — diese Seite hat es zweimal falsch gemacht. Ein Vergleich zweier Zweige in einem Jahr gehört in laufende Preise; die Entwicklung einer Reihe über die Zeit gehört in verkettete Volumen. Die Seite rechnete erst beides nominal, dann beides real. Die reale Fassung dieser Verhältniszahl ergäbe für 1995 117 % statt 87 % — der Zweig sähe so aus, als hätte er über dem Landesdurchschnitt gelegen. Er hat nie.

Der Grund ist der Sinn der Verkettung: Sie bewertet die Mengen jedes Jahres zu den Preisen von 2020. Ein Zweig, dessen Preise seither unterdurchschnittlich gestiegen sind, bekommt seine alten Mengen dadurch zu hoch bewertet. Zwei weitere Anzeichen standen die ganze Zeit da: Die Anteile der verketteten Volumen addieren sich 1995 auf 102,77 % statt auf 100 — verkettete Volumen sind nicht additiv — und die 100er-Linie war deshalb nur im Referenzjahr wirklich der Landesdurchschnitt.

Der Befund hängt nicht am Nenner. Je Arbeitsverhältnis statt je Person gerechnet kommen 77 % heraus statt 78 % — und 109 % statt 87 % im Anfangsjahr. Beide Maße zeigen dieselbe Richtung.

Zwei Endpunkte aus 29 Jahren sind eine Auswahl. Die zweite Figur zeigt den Weg dazwischen, und er ist nicht monoton: Der Wert steigt bis um 2000, fällt bis 2010 und liegt seither weitgehend flach. Wer andere Jahre wählt, bekommt eine andere Zahl.

Aber Stunden zählt die Reihe nicht. Teilzeit und Saisonverträge senken die Wertschöpfung je Person, ohne dass sie je Stunde niedriger sein muss — und gerade in der Beherbergung ist beides häufig. Eine Stundenreihe je Zweig liegt für die Provinz nicht vor; damit bleibt offen, wie viel des Abstands Arbeitszeit ist. Und «niedriger» heißt nicht «schlechter»: Ein arbeitsintensiver Zweig braucht je Euro mehr Menschen. Das ist eine Eigenschaft der Tätigkeit, keine Wertung.

Woher die Daten kommen: Wirtschaft unter «Die Daten» — dort stehen die Reihen selbst, mit Erheber, Stichtag und Grenze. Das Verzeichnis aller Quellen steht im Register. · Alle Auswertungen