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STTourismus, Boden, WohnenSüdtirol in Zahlen · Stand 2025
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Die Analysen · 1 Auswertung · Stand 1950–2025

Die Konzentration über 75 Jahre

Hat sich der Tourismus über das Land verteilt?

Wie sich die Last verschoben hat — und wann das aufhörte

Anteil der 10 stärksten Gemeinden an allen Übernachtungen, 1950 bis 2025: von 69,2 % auf 31,4 %. 90 % dieses Rückgangs liegen vor 1980; seither bleibt der Anteil in einem Band von 5 Punkten.

berechnet
195019601980200020202025

Achse beginnt bei 20, nicht bei null.

← → Jahr für Jahr
  • Gemeindegrenzen von heute, rückwirkend auf die ganze Reihe angewandt — so liefert ASTAT die Tabelle. Zusammenlegungen früherer Jahrzehnte sind darin bereits aufgelöst.
  • 1958 fehlt in der Quelle vollständig und ist als Lücke gezeichnet.
  • Konzentration ist kein Maß für Belastung. Eine gleichmäßigere Verteilung derselben Nächte kann in den vorher stillen Gemeinden mehr Druck bedeuten, nicht weniger — die Figur sagt, wo die Nächte liegen, nicht wie sie sich anfühlen.
Rechenweg

Summe der 10 größten Gemeindewerte ÷ Summe aller 116 × 100, je Jahr neu sortiert

Eingangswerte
municipal-series.json, Feld tn (Übernachtungen insgesamt) für jede der 116 Gemeinden und jedes Jahr 1950–2025.
Verfahren
Die 10 stärksten Gemeinden werden für jedes Jahr neu bestimmt — gefragt ist die Konzentration, nicht das Schicksal einer festen Gruppe. Von ASTAT unterdrückte Gemeindewerte gehen als Null ein, damit die Grundgesamtheit über alle Jahre 116 bleibt; es sind nie mehr als zwei je Jahr. Beide Lesarten wurden gerechnet, sie liegen nie weiter als 0,008 auseinander. «Vor 1980» ist gesucht und nicht gesetzt: Es ist das erste Jahr, ab dem der Anteil den Endwert nie wieder um mehr als 5 Punkte verlässt. Der Gini in der Tabelle stellt dieselbe Frage mit einem anderen Maß und kommt zum selben Ergebnis: 0,851 im Jahr 1950, 0,543 im Jahr 2025.
Werte als Tabelle
Wie sich die Last verschoben hat — und wann das aufhörte, 1950–2025
JahrAnteil der Top 10GiniÜbernachtungen
195069,2 %0,8511.826.166
195172,0 %0,8621.922.991
195269,8 %0,8532.507.843
195370,5 %0,8532.605.346
195472,2 %0,8572.518.667
195573,2 %0,8582.774.340
195672,4 %0,8552.827.430
195770,4 %0,8412.990.875
1958
195965,3 %0,8083.673.182
196065,7 %0,8053.738.061
196163,9 %0,7893.426.959
196262,9 %0,7824.845.430
196359,8 %0,7605.316.213
196457,6 %0,7455.420.947
196555,0 %0,7256.111.330
196654,7 %0,7226.724.756
196754,7 %0,7216.556.473
196854,0 %0,7187.407.956
196952,2 %0,7058.707.297

Weitere 56 Zeilen stehen im Datensatz. Alle Datensätze als CSV.

QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1950–2025

Der Befund

Der Anteil der 10 stärksten Gemeinden an allen Übernachtungen fiel von 69,2 % (1950) auf 31,4 % (2025), der Gini über alle 116 Gemeinden von 0,851 auf 0,543. Zwei Maße, eine Richtung.

90 % dieses Rückgangs liegen vor 1980. Seither bewegt sich der Anteil in einem Band von 5 Punkten. Der Tourismus hat sich verteilt — er tut es aber seit rund vier Jahrzehnten nicht mehr.

Wie belastbar

Nach beiden Seiten unbequem. Der Befund widerlegt, dass der Tourismus in immer neue Täler vordringt — und ebenso, dass er sich in wenigen Hotspots zusammenzieht. Was seit 1980 geschieht, ist im Wesentlichen proportionales Wachstum: überall dort mehr, wo schon vorher etwas war.

Konzentration ist kein Maß für Belastung. Eine gleichmäßigere Verteilung derselben Nächte kann in den vorher stillen Gemeinden mehr Druck bedeuten, nicht weniger. Die Figur sagt, wo die Nächte liegen — nicht, wie sie sich anfühlen.

Zwei Konventionen tragen das Ergebnis nicht. Die zehn stärksten Gemeinden werden je Jahr neu bestimmt; von ASTAT unterdrückte Gemeindewerte gehen als Null ein, damit die Grundgesamtheit über alle Jahre 116 bleibt. Beide Lesarten wurden gerechnet und liegen nie weiter als 0,008 auseinander. 1958 fehlt in der Quelle vollständig und ist als Lücke gezeichnet.

Woher die Daten kommen: Tourismus unter «Die Daten» — dort stehen die Reihen selbst, mit Erheber, Stichtag und Grenze. Das Verzeichnis aller Quellen steht im Register. · Alle Auswertungen