Die Daten · Tourismus · 13 Figuren · Stand 1950–2025 · Monate seit 2015
Ankünfte, Übernachtungen, Betten
Die langen Reihen, die das Land über seinen Tourismus führt — und daneben, was sie nicht messen: Die Übernachtung zählt keine Ankunft, und der Bettenbestand ist eine Differenz zweier Stichtage und keine Bautätigkeit.
- 38.241.898
- Übernachtungen 2025 · ASTAT
- 9.072.335
- Ankünfte 2025 · ASTAT
- 262.868
- Gästebetten, amtlich 2025 · ASTAT
- 4,22Nächte
- Mittlere Aufenthaltsdauer 2025 · berechnet
Bestand, Auslastung und Struktur des Angebots
ASTAT · Zeitreihe zum Tourismus 1950–2025Die amtliche Reihe erlaubt zwei Maße für die Auslastung eines Bettes, und sie zeigen in verschiedene Richtungen. Übernachtungen je Bett stiegen von 101 im Jahr 1990 auf 150 im Jahr 2019 und fallen seither auf 145. Ankünfte je Bett stiegen im selben Zeitraum von 15,7 auf 34,5 und liegen damit über dem Wert von 2019 (34,3).
Die Differenz ist die Aufenthaltsdauer: Ein Bett wird heute etwa so oft neu belegt wie 2019, die Gäste bleiben aber kürzer. Welches der beiden Maße die Auslastung «richtig» beschreibt, entscheiden diese Reihen nicht — sie zeigen, dass die Antwort davon abhängt, ob man Nächte oder Ankünfte zählt.
Verschoben hat sich auch, in welcher Art von Betrieb die Nächte anfallen. Der Anteil der nicht gastgewerblichen Betriebe — Privatquartiere, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof — fiel bis 2004 auf 19,2 % und liegt heute wieder bei 27,9 %.
Wie viel der Bestand je Jahr zulegt
Veränderung gegenüber dem Vorjahr. In den 1990ern schrumpfte der Bestand jahrelang; seit 2023 kommen jedes Jahr um die zehntausend Betten dazu.
Achse beginnt bei -10 Tsd., nicht bei null.
- Der Sprung ab 2022 ist ohne Beispiel in dieser Reihe: 2022 +4.622, 2023 +9.573, 2024 +10.174, 2025 +9.276, während der stärkste Zuwachs der 31 Jahre davor bei 2.812 lag (2020).
- Was der Sprung ist, entscheidet die Reihe nicht. 31 % des Zuwachses seit 2021 entfallen auf nicht gastgewerbliche Betriebe — Privatquartiere, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof. Für diese Kategorien haben sich in denselben Jahren Meldepflichten geändert. Neubau und Nachmeldung sehen in einer Stichtagsdifferenz gleich aus.
- Auf diesem Sprung ruhen die ausgewiesene Überschreitung der Obergrenze, jede Fortschreibungsrate und jeder Rückbaupfad dieses Berichts. Wer ihn für Nachmeldung hält, kommt bei allen dreien zu anderen Zahlen.
Rechenweg
Bestand des Jahres − Bestand des Vorjahres
- Eingangswerte
- betten-reihe.json, Feld betten, aus Tab. 2 der ASTAT-Zeitreihe.
- Verfahren
- Eine Differenz zweier Stichtagswerte, keine Bautätigkeit: Umwidmungen, Schließungen und Änderungen in der Erhebungsmethode stecken mit darin. Die Reihe beginnt 1991, weil 1990 kein Vorjahr hat.
Werte als Tabelle
| Jahr | Veränderung |
|---|---|
| 1991 | −2.233 |
| 1992 | −2.198 |
| 1993 | −3.822 |
| 1994 | −6.948 |
| 1995 | −1.002 |
| 1996 | −2.046 |
| 1997 | −669 |
| 1998 | +387 |
| 1999 | +133 |
| 2000 | +376 |
| 2001 | −390 |
| 2002 | +428 |
| 2003 | +324 |
| 2004 | +1.770 |
| 2005 | +1.050 |
| 2006 | +1.726 |
| 2007 | +1.014 |
| 2008 | +1.675 |
| 2009 | +455 |
| 2010 | −509 |
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QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1991–2025
Wie oft ein Bett im Jahr belegt ist
Zwei Maße derselben Frage, auf 100 im Jahr 1990 indexiert. Die Nächte je Bett fallen seit 2019; die Ankünfte je Bett tun das nicht.
- Bestand und Übernachtungen kommen aus zwei Tabellen derselben Reihe. Der Bestand ist ein Stichtagswert, die Übernachtungen sind eine Jahressumme — beide Quotienten sind Näherungen an die Auslastung, keine amtliche Auslastungsstatistik.
- Saisonbetriebe, die nur wenige Monate offen haben, senken beide Werte, ohne dass ein Bett schlechter ausgelastet wäre. 2020 und 2021 sind der pandemiebedingte Einbruch.
- Hier stand bis zur Gegenlesung nur die erste Reihe, mit dem Schluss, es werde an der Nachfrage vorbei gebaut. Das war falsch: Zwischen 2019 und 2025 wuchs der Bestand um 16,9 %, die Ankünfte um 17,8 %. Die zweite Reihe ist die Gegenprobe, die gefehlt hat.
Rechenweg
Übernachtungen ÷ Betten und Ankünfte ÷ Betten, beide auf 100 im Jahr 1990 gesetzt
- Eingangswerte
- betten-reihe.json für den Bestand, dashboard-data.json für Ankünfte und Übernachtungen — zwei Tabellen derselben ASTAT-Reihe.
- Verfahren
- Indexiert, weil 145 Nächte und 34 Ankünfte je Bett auf einer linearen Achse nicht vergleichbar wären; der Inhalt ist der Verlauf, nicht die Höhe. Der Bestand ist ein Stichtagswert, die Übernachtungen sind eine Jahressumme — beide Quotienten sind Näherungen an die Auslastung, keine amtliche Auslastungsstatistik.
Werte als Tabelle
| Jahr | Nächte je Bett | Ankünfte je Bett |
|---|---|---|
| 1990 | 101,0 | 15,72 |
| 1991 | 109,3 | 17,02 |
| 1992 | 105,1 | 16,38 |
| 1993 | 105,8 | 16,82 |
| 1994 | 115,9 | 18,56 |
| 1995 | 122,0 | 19,18 |
| 1996 | 119,7 | 19,06 |
| 1997 | 110,9 | 18,56 |
| 1998 | 110,3 | 18,86 |
| 1999 | 110,6 | 18,88 |
| 2000 | 111,9 | 19,45 |
| 2001 | 117,0 | 20,51 |
| 2002 | 119,7 | 21,06 |
| 2003 | 121,2 | 22,00 |
| 2004 | 120,3 | 22,09 |
| 2005 | 121,9 | 22,84 |
| 2006 | 122,1 | 23,34 |
| 2007 | 125,7 | 24,31 |
| 2008 | 126,6 | 24,62 |
| 2009 | 128,0 | 25,31 |
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QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1990–2025
Wie lange ein Gast bleibt
Nächte je Ankunft. Von 6,4 auf 4,2 — mehr Gäste, jeder kürzer da. Ein Bett muss heute deutlich öfter neu belegt werden, um dieselbe Nacht zu zählen.
Achse beginnt bei 4, nicht bei null.
- Übernachtungen geteilt durch Ankünfte, beides amtlich. Der Rückgang ist ein europaweiter Trend und kein südtiroler Sonderfall.
- Kürzere Aufenthalte bedeuten mehr An- und Abreisen je Nacht — die Größe hängt deshalb am Verkehrskapitel, ohne dass diese Reihe eine Fahrt zählt.
Rechenweg
Übernachtungen ÷ Ankünfte
- Eingangswerte
- dashboard-data.json, Felder nights und arrivals, beide amtlich.
- Verfahren
- Die mittlere Aufenthaltsdauer eines Jahres, nicht die eines Gastes: Ein Wochenendbesuch und ein Vierzehntagesurlaub gehen mit gleichem Gewicht ein. Der Rückgang ist ein europaweiter Trend und kein südtiroler Sonderfall.
Werte als Tabelle
| Jahr | Nächte je Ankunft |
|---|---|
| 1990 | 6,42 |
| 1991 | 6,42 |
| 1992 | 6,42 |
| 1993 | 6,29 |
| 1994 | 6,24 |
| 1995 | 6,36 |
| 1996 | 6,28 |
| 1997 | 5,97 |
| 1998 | 5,85 |
| 1999 | 5,86 |
| 2000 | 5,75 |
| 2001 | 5,71 |
| 2002 | 5,68 |
| 2003 | 5,51 |
| 2004 | 5,45 |
| 2005 | 5,34 |
| 2006 | 5,23 |
| 2007 | 5,17 |
| 2008 | 5,14 |
| 2009 | 5,06 |
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QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1990–2025
Was die Übernachtung nicht zählt
Seit 1990 sind die Ankünfte um 152 % gestiegen, die Übernachtungen um 65 %. Wäre jeder Gast so lange geblieben wie 1990 — 6,42 statt 4,22 Nächte —, zählte 2025 58,3 statt 38,2 Millionen Nächte.
- Keine Prognose und kein entgangenes Wachstum. Für 58,3 Millionen Nächte bräuchte es Betten, die nie gebaut wurden — die graue Linie ist eine Rechengröße und kein möglicher Verlauf.
- Der Rückgang der Aufenthaltsdauer ist ein europaweiter Trend und keine südtiroler Entscheidung. Was hier steht, ist nicht, dass jemand ihn zu verantworten hätte, sondern dass die Kennzahl ihn nicht abbildet.
- 2020 und 2021 sind der pandemiebedingte Einbruch. Beide Linien fallen dort, weil beide auf denselben Ankünften stehen.
Rechenweg
Ankünfte des Jahres × (Übernachtungen 1990 ÷ Ankünfte 1990)
- Eingangswerte
- Ankünfte und Übernachtungen 1990–2025 aus der amtlichen Landesreihe. Die Aufenthaltsdauer 1990 beträgt 6,4248 Nächte je Ankunft.
- Verfahren
- Eine mechanische Umrechnung, keine Simulation: Die Ankünfte bleiben, wie sie waren, und werden mit der alten Aufenthaltsdauer multipliziert. Angebot, Preise und Kapazität sind dabei ausdrücklich nicht mitgedacht.
Werte als Tabelle
| Jahr | Ankünfte | Nächte | bei Dauer 1990 | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| 1990 | 3.605.914 | 23.167.146 | 23.167.146 | 0 |
| 1991 | 3.868.213 | 24.840.860 | 24.852.355 | 11.495 |
| 1992 | 3.684.676 | 23.642.528 | 23.673.173 | 30.645 |
| 1993 | 3.721.186 | 23.407.390 | 23.907.741 | 500.351 |
| 1994 | 3.975.790 | 24.827.924 | 25.543.512 | 715.588 |
| 1995 | 4.089.108 | 26.011.774 | 26.271.553 | 259.779 |
| 1996 | 4.024.635 | 25.273.318 | 25.857.330 | 584.012 |
| 1997 | 3.907.638 | 23.343.596 | 25.105.651 | 1.762.055 |
| 1998 | 3.977.639 | 23.263.539 | 25.555.391 | 2.291.852 |
| 1999 | 3.983.596 | 23.332.130 | 25.593.664 | 2.261.534 |
| 2000 | 4.113.125 | 23.649.699 | 26.425.857 | 2.776.158 |
| 2001 | 4.328.202 | 24.699.070 | 27.807.676 | 3.108.606 |
| 2002 | 4.453.099 | 25.308.264 | 28.610.110 | 3.301.846 |
| 2003 | 4.658.592 | 25.676.608 | 29.930.354 | 4.253.746 |
| 2004 | 4.716.538 | 25.698.194 | 30.302.643 | 4.604.449 |
| 2005 | 4.901.672 | 26.150.824 | 31.492.085 | 5.341.261 |
| 2006 | 5.049.111 | 26.418.057 | 32.439.346 | 6.021.289 |
| 2007 | 5.283.043 | 27.310.635 | 33.942.304 | 6.631.669 |
| 2008 | 5.392.440 | 27.721.289 | 34.645.154 | 6.923.865 |
| 2009 | 5.554.063 | 28.086.707 | 35.683.543 | 7.596.836 |
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QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1990–2025
Wo die Nächte anfallen
Gastgewerbliche gegen nicht gastgewerbliche Betriebe, 1970 bis 2025. Seit 2010 sind die Nächte im nicht gastgewerblichen Bereich um 88 % gewachsen, im gastgewerblichen um 20 %.
- Die Aufteilung nach Betriebsart beginnt erst 1970; davor führt die Quelle nur Summen.
- «Nicht gastgewerblich» sind Privatquartiere, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof und Camping — also überwiegend Betten in Wohnungen und auf Höfen. Das ist die Kategorie, die das Wohnungskapitel wieder aufnimmt.
- 2020 und 2021 sind der pandemiebedingte Einbruch, kein Strukturbruch.
Werte als Tabelle
| Jahr | Gastgewerblich | Nicht gastgewerblich | Anteil nicht gastgewerblich |
|---|---|---|---|
| 1970 | 7.143.179 | 3.063.198 | 30,0 % |
| 1971 | 6.814.171 | 3.479.619 | 33,8 % |
| 1972 | 7.549.020 | 4.262.729 | 36,1 % |
| 1973 | 7.810.723 | 4.414.048 | 36,1 % |
| 1974 | 8.370.586 | 4.728.331 | 36,1 % |
| 1975 | 8.961.704 | 4.973.384 | 35,7 % |
| 1976 | 9.317.589 | 5.071.005 | 35,2 % |
| 1977 | 10.356.923 | 5.203.088 | 33,4 % |
| 1978 | 11.478.529 | 5.461.216 | 32,2 % |
| 1979 | 13.643.965 | 5.896.244 | 30,2 % |
| 1980 | 14.251.426 | 5.917.904 | 29,3 % |
| 1981 | 13.883.928 | 5.402.090 | 28,0 % |
| 1982 | 14.925.405 | 5.561.112 | 27,1 % |
| 1983 | 15.303.858 | 5.756.333 | 27,3 % |
| 1984 | 15.387.012 | 5.774.371 | 27,3 % |
| 1985 | 16.032.069 | 5.438.858 | 25,3 % |
| 1986 | 17.545.793 | 5.572.400 | 24,1 % |
| 1987 | 18.086.974 | 5.611.717 | 23,7 % |
| 1988 | 18.388.271 | 5.963.849 | 24,5 % |
| 1989 | 18.032.368 | 5.664.323 | 23,9 % |
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QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · 1970–2025
Wer die Betten seit 2019 gestellt hat
38.041 Betten mehr als im Bezugsjahr der Obergrenze, aufgeteilt nach Kategorie. 55 % davon entstanden außerhalb des Gastgewerbes.
- Differenz zweier Stichtage, keine Bautätigkeit: Eine Umwidmung von drei auf vier Sterne verschiebt Betten zwischen zwei Balken, ohne dass ein Bett gebaut wurde. Der Rückgang bei 2 und 3 Sternen ist deshalb kein Beleg für Schließungen.
- Die Kategorien summieren sich wegen der von ASTAT gerundeten Teilsummen (Fußnote a der Tabelle) nicht exakt auf den Gesamtzuwachs.
- «Privatquartiere» und «Urlaub auf dem Bauernhof» sind die beiden Kategorien, die in Wohnungen und auf Höfen stehen — zusammen die Hälfte des Zuwachses. Das ist die belastbarste Verbindung zwischen dem Tourismus- und dem Wohnabschnitt, die dieses Projekt hat.
Werte als Tabelle
| Kategorie | Betten 2019 | Betten 2025 | Veränderung | Anteil am Zuwachs |
|---|---|---|---|---|
| 1 Stern | 5.562 | 5.630 | +68 | 0,2 % |
| 2 Sterne | 21.364 | 19.099 | −2.265 | −6,0 % |
| 3 Sterne | 63.960 | 63.040 | −920 | −2,4 % |
| 4 Sterne | 34.309 | 45.913 | +11.604 | 30,5 % |
| 5 Sterne | 3.635 | 7.727 | +4.092 | 10,8 % |
| Residence | 21.039 | 25.471 | +4.432 | 11,7 % |
| Camping | 14.172 | 16.541 | +2.369 | 6,2 % |
| Privatquartiere | 24.337 | 34.756 | +10.419 | 27,4 % |
| Urlaub a. d. Bauernhof | 25.565 | 34.310 | +8.745 | 23,0 % |
| Andere Betriebe | 10.884 | 10.382 | −502 | −1,3 % |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · 2019–2025
Die Nächte des letzten Jahres, nach Unterkunftsart
38.241.898 Übernachtungen, aufgeteilt. Was «nicht gastgewerblich» im Einzelnen heißt.
- Eine Momentaufnahme eines Jahres. Die Zeitreihe darüber zeigt, dass sich die Anteile über Jahrzehnte deutlich verschieben.
Werte als Tabelle
| Unterkunftsart | Übernachtungen | Anteil |
|---|---|---|
| Gastgewerbliche Betriebe | 27.586.495 | 72,1 % |
| Urlaub auf dem Bauernhof | 3.966.324 | 10,4 % |
| Privatquartiere | 3.805.809 | 10,0 % |
| Camping | 2.151.021 | 5,6 % |
| Übrige Betriebe | 732.249 | 1,9 % |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · 2025
Der Verlauf im Jahr und die Herkunft der Gäste
ASTAT · Monatsauszug 2015–2025 · Herkunftsreihe seit 1960Das Jahr zieht sich auf zwei Spitzen zusammen: Im August 2025 fielen 6.170.785 Nächte an, 16,1 % der Jahressumme. Zwischen den Spitzen liegen die schwachen Monate, und sie entwickeln sich sehr verschieden — die Zahlen dazu stehen in der Unterzeile der ersten Figur.
72,1 % der Nächte gehen auf Gäste aus dem Ausland. Die Reihe darunter zeigt, wie sich dieser Anteil seit 1960 verschoben hat.
Der Saisonkalender
Übernachtungen je Monat, 2015 bis 2025. Zwei Spitzen, dazwischen die schwachen Monate — und die füllen sich sehr verschieden: Von 2015 auf 2025 wuchs der November um 52 %, der Mai um 17 %. Der stärkste Monat, der August, wuchs um 14 % — langsamer als jeder andere. Das Jahr insgesamt legte um 30 % zu.
- Januar 2020 und Januar 2021 fehlen im Monatsauszug der Quelle. Sie sind hier als Lücke gezeichnet, nicht als schwacher Monat — die Figur darunter holt sie aus der Jahressumme zurück und zeigt, dass es die beiden auffälligsten Monate der Reihe sind.
- 2020 und 2021 sind der pandemiebedingte Einbruch. Die Form des Jahres — zwei Spitzen — bleibt auch dort erkennbar.
Werte als Tabelle
| Jahr | Monat | Übernachtungen |
|---|---|---|
| 2015 | 1 | 2.507.056 |
| 2015 | 2 | 2.737.795 |
| 2015 | 3 | 2.045.126 |
| 2015 | 4 | 1.398.287 |
| 2015 | 5 | 1.584.852 |
| 2015 | 6 | 2.268.917 |
| 2015 | 7 | 4.064.695 |
| 2015 | 8 | 5.397.570 |
| 2015 | 9 | 3.103.979 |
| 2015 | 10 | 1.866.043 |
| 2015 | 11 | 527.625 |
| 2015 | 12 | 1.973.300 |
| 2016 | 1 | 2.604.450 |
| 2016 | 2 | 2.847.803 |
| 2016 | 3 | 2.777.072 |
| 2016 | 4 | 955.205 |
| 2016 | 5 | 1.910.260 |
| 2016 | 6 | 2.248.902 |
| 2016 | 7 | 4.419.674 |
| 2016 | 8 | 5.665.003 |
| 2016 | 9 | 3.249.056 |
| 2016 | 10 | 2.239.188 |
| 2016 | 11 | 518.582 |
| 2016 | 12 | 1.917.400 |
Weitere 106 Zeilen stehen im Datensatz. Alle Datensätze als CSV.
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · 2015–2025
Die zwei Monate, die im Auszug fehlen
Übernachtungen im Januar, 2015 bis 2025. 2020 und 2021 stehen nicht im Monatsauszug — sie sind aus der Jahressumme zurückgerechnet und ergeben den stärksten Januar bis dahin, gefolgt vom schwächsten der Reihe: 4,9 % des Vorkrisenwerts.
- Die beiden abgeleiteten Werte sind im Diagramm hell gezeichnet. Sie stehen nicht so in der Quelle, auch wenn sie sich aus ihr ergeben.
- Die Rekonstruktion ist nicht exakt, sondern so genau wie die Probe. 8 der 9 vollständigen Jahre gehen auf die Nacht genau auf, 2016 weicht um 105 Nächte ab. In derselben Größenordnung ist auch für die beiden abgeleiteten Werte eine Abweichung möglich — beim schwächeren der beiden wären das rund 0,1 %, beim stärkeren 0,004 %.
- Der Einbruch im Januar 2021 ist die geschlossene Wintersaison und kein Nachfragewert. Der Januar 2025 zeigt umgekehrt, dass die Erholung den Vorkrisenstand nicht nur erreicht, sondern überschritten hat.
Rechenweg
Jahressumme − Summe der elf veröffentlichten Monate
- Eingangswerte
- Monatswerte aus dashboard-data.json, Jahressummen aus der Landeszeile von municipal-series.json. Für 2021: 23.778.302 − 23.637.037 = 141.265.
- Verfahren
- Keine Schätzung, sondern eine Restrechnung — zulässig, weil die Probe hält: Von den 9 Jahren mit zwölf besetzten Monaten gehen 8 auf die Nacht genau auf. Das verbleibende weicht 2016 um 105 Nächte ab, eine Revision zwischen zwei Tabellenständen. Die Seite rechnet diese Probe beim Bauen für jedes vollständige Jahr und bricht ab, sobald eine Abweichung tausend Nächte übersteigt.
Werte als Tabelle
| Jahr | Übernachtungen im Januar | Herkunft |
|---|---|---|
| 2015 | 2.507.056 | Monatsauszug |
| 2016 | 2.604.450 | Monatsauszug |
| 2017 | 2.644.493 | Monatsauszug |
| 2018 | 2.780.606 | Monatsauszug |
| 2019 | 2.717.962 | Monatsauszug |
| 2020 | 2.865.788 | aus der Jahressumme |
| 2021 | 141.265 | aus der Jahressumme |
| 2022 | 2.283.416 | Monatsauszug |
| 2023 | 3.123.964 | Monatsauszug |
| 2024 | 3.259.071 | Monatsauszug |
| 2025 | 3.346.743 | Monatsauszug |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · Januar 2015–2025
Woher die Nächte kommen
Übernachtungen aus Italien gegen Übernachtungen aus dem Ausland, 1950 bis 2025. Der Auslandsanteil lag 1950 bei 14,9 % und liegt heute bei 72,1 %.
- «Ausland» ist alles außerhalb Italiens und wird von der Quelle nicht weiter aufgeschlüsselt; die Aufteilung nach Ländern steht im Atlas.
- Die Reihe sagt nichts über das Verkehrsmittel. Dass ausländische Gäste überwiegend mit dem Auto anreisen, ist eine Annahme aus anderen Erhebungen — nicht aus dieser.
- Der Einbruch 1990 im Auslandsanteil ist kein Erhebungsfehler: Die italienische Nachfrage wuchs in den 1980er-Jahren stark, ohne dass die ausländische zurückging.
Werte als Tabelle
| Jahr | Italien | Ausland | Auslandsanteil |
|---|---|---|---|
| 1950 | 1.554.434 | 271.732 | 14,9 % |
| 1951 | 1.554.776 | 368.215 | 19,1 % |
| 1952 | 1.965.377 | 542.466 | 21,6 % |
| 1953 | 1.979.163 | 626.183 | 24,0 % |
| 1954 | 1.689.082 | 829.585 | 32,9 % |
| 1955 | 1.699.491 | 1.074.849 | 38,7 % |
| 1956 | 1.561.954 | 1.265.476 | 44,8 % |
| 1957 | 1.371.093 | 1.619.782 | 54,2 % |
| 1959 | 1.554.870 | 2.118.312 | 57,7 % |
| 1960 | 1.399.869 | 2.338.192 | 62,6 % |
| 1961 | 871.445 | 2.555.514 | 74,6 % |
| 1962 | 1.242.352 | 3.603.078 | 74,4 % |
| 1963 | 1.439.911 | 3.876.302 | 72,9 % |
| 1964 | 1.592.430 | 3.828.517 | 70,6 % |
| 1965 | 1.708.823 | 4.402.507 | 72,0 % |
| 1966 | 1.753.944 | 4.970.812 | 73,9 % |
| 1967 | 1.714.742 | 4.841.731 | 73,8 % |
| 1968 | 1.837.568 | 5.570.388 | 75,2 % |
| 1969 | 2.017.201 | 6.690.096 | 76,8 % |
| 1970 | 2.346.348 | 7.860.029 | 77,0 % |
Weitere 55 Zeilen stehen im Datensatz. Alle Datensätze als CSV.
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · 1950–2025
Woran die Rechnung hängt
ASTAT Zeitreihe 1990–2025 · eigene BerechnungEine Fortschreibung hängt an einer einzigen Zahl. Diese Zahl hängt daran, wo man zu messen beginnt — und aus derselben amtlichen Reihe lassen sich Jahresraten zwischen 0,39 % (ab 1990) und 3,98 % (ab 2022) ableiten. Das ist ein Faktor 10.
Das ist kein Einwand gegen die Rechnung, sondern ihre Bedienungsanleitung: Wer eine Fortschreibung liest, muss das Startjahr kennen. Die zweite Figur zeigt dieselbe Empfindlichkeit von der anderen Seite — was es kostet, mit dem Rückbau zu warten.
Dieselbe Reihe, acht Startjahre
Jährliche Wachstumsrate bis 2025, je nachdem, ab welchem Jahr man rechnet. Von 0,39 % bis 3,98 %.
- Die niedrigen Werte sind nicht die «ehrlicheren». Ab 1990 gerechnet enthält die Rate zwei Jahrzehnte Stillstand, die für die Frage nach der Grenze wenig hergeben; ab 2022 gerechnet enthält sie fast nur den Ausnahmezustand.
Rechenweg
((Bestand 2025 ÷ Bestand des Startjahrs)^(1 ⁄ Jahre) − 1) × 100
- Eingangswerte
- betten-reihe.json, Feld betten, aus Tab. 2 der ASTAT-Zeitreihe.
- Verfahren
- Geometrisches Mittel, nicht arithmetisch. Alle acht Werte kommen aus derselben Tabelle; der Unterschied ist kein Datenproblem, sondern die Eigenschaft einer geometrischen Rate: Sie misst zwei Endpunkte und nichts dazwischen.
Werte als Tabelle
| Startjahr | Bestand | Rate bis 2025 |
|---|---|---|
| 1990 | 229.443 | 0,39 % |
| 1995 | 213.240 | 0,70 % |
| 2000 | 211.421 | 0,88 % |
| 2005 | 214.603 | 1,02 % |
| 2010 | 218.964 | 1,23 % |
| 2015 | 218.672 | 1,86 % |
| 2019 | 224.827 | 2,64 % |
| 2022 | 233.845 | 3,98 % |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 1990–2025
Was Warten kostet
Der Überhang beträgt 33.780 Betten. Wie viele davon je Jahr wegfallen müssten, hängt daran, bis wann.
- Die Zahl fällt mit dem Zieljahr, aber sie verschwindet nicht. Auch bis 2045 wären es über tausend Betten im Jahr, zwanzig Jahre lang.
- Erworbene Rechte sind hier nicht abgezogen. Rechnet man die rund 10.000 Betten mit, sinkt jeder Wert um etwa ein Drittel.
Rechenweg
(262.868 − 229.088) ÷ (Zieljahr − 2025)
- Eingangswerte
- Bestand 2025 aus Tab. 2 der ASTAT-Zeitreihe, Obergrenze aus dem Landesgesetz 9/2018.
- Verfahren
- Rein arithmetisch: gleichmäßiger Rückbau vom heutigen Bestand auf die Obergrenze. Kein Instrument, kein Verfahren, keine Entschädigung ist darin eingerechnet, und die rund 10.000 erworbenen Rechte sind nicht abgezogen.
Werte als Tabelle
| bis | Rückbau je Jahr | entspricht |
|---|---|---|
| 2030 | 6.756 | −2,71 % im Jahr |
| 2035 | 3.378 | −1,37 % im Jahr |
| 2040 | 2.252 | −0,91 % im Jahr |
| 2045 | 1.689 | −0,69 % im Jahr |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · LTEK 2030+ · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 2025 → 2045
Wo die vier Annahmen enden
Bettenbestand 2035. Zum Vergleich: heute 262.868, beschlossene Grenze 229.088.
- Je 100 Einwohner:innen gerechnet mit der Bevölkerung von heute (539.679), weil eine Bevölkerungsprognose für 2035 nicht vorliegt. Wächst die Bevölkerung, fällt die Kennzahl niedriger aus — an der Zahl der Betten ändert das nichts.
- «Eingefroren» heißt nicht «zurück zur Grenze»: Der Überhang von heute bleibt bestehen, er wächst nur nicht weiter. Das ist der Unterschied, den die Debatte am häufigsten übergeht.
Werte als Tabelle
| Annahme | Rate | Betten 2035 | je 100 Einw. | über der Grenze |
|---|---|---|---|---|
| beobachtet | 2,64 % | 341.104 | 63,2 | +112.016 |
| halbiert | 1,32 % | 299.696 | 55,5 | +70.608 |
| eingefroren | 0,00 % | 262.868 | 48,7 | +33.780 |
| zurück zur Grenze | −1,37 % | 229.088 | 42,4 | +0 |
QuelleASTAT Tourismus 1950–2025 · LTEK 2030+ · Eigene Berechnung · nicht öffentlich · 2035
4 Auswertungen stehen auf diesen Daten
- Die Konzentration über 75 JahreHat sich der Tourismus über das Land verteilt?
Praktisch der ganze Rückgang liegt vor 1980. Seit 1990 steht der Anteil still — was seither geschieht, ist proportionales Wachstum.
- Die Struktur des Angebots seit 1990Woraus besteht das Angebot, und wie hat es sich verschoben?
Eine Differenz zweier Stichtage, keine Bautätigkeit: Eine Umwidmung verschiebt Betten zwischen Kategorien, ohne dass ein Bett gebaut wurde.
- Wohnpreis und TourismusdichteHängt der Wohnpreis einer Gemeinde am Tourismus?
Ohne fünf ladinische Gemeinden bleiben über die übrigen 111 nur r = 0,14. Fünf Orte tragen den Zusammenhang fast vollständig.
- Leerstand: Bestand und BewegungVerdrängt wachsender Tourismus Wohnraum?
In der Bewegung 2019→2023 bleibt r = 0,40 über 114 Gemeinden — schwächer, aber nicht null. Zwei Zeitpunkte sind keine Entwicklung.
Quellen: ASTAT, Zeitreihe zum Tourismus 1950–2025 (Tab. 1 und 2) für Ankünfte, Übernachtungen und Bettenbestand; ASTAT, Beherbergungsbetriebe nach Art, für die Unterkunftsarten. Alle im Register, die Reihen selbst als CSV.
Was fehlt: eine Monatsreihe je Gemeinde, die Plattformvermietung und die Betriebsarten je Gemeinde vor 2025.